Stellungnahme FIDS und KIOS zur geplanten Demonstration vom kommenden Samstag in Bern

Die beabsichtigte Demonstration in Bern ist ein missverständliches Zeichen:

Der Video-Film, mit dem anti-islamische Fanatiker den Propheten Mohammed (FSI*) verhöhnen, hat in der muslimischen Welt grosse Empörung und Zorn erregt. In manchen Ländern sind sogar die Proteste in Gewalt umgeschlagen, deren bedauerliche Folge viele Tote und grosse Zerstörungen sind. Die Islamischen Nationalverbände der Schweiz verurteilen nachdrücklich diesen Hetzfilm. Sie anerkennen dankend die Solidarität der Schweizerischen Bischofskonferenz, welche durch ihre Dialogkommission „Islam“ diesen Film ebenfalls verurteilt und den Muslimen ihre Wertschätzung bekundet hat.

Obwohl auch viele Mitglieder der Islamischen Nationalverbände die Darstellungen des Films als verletzend empfinden, werden sich die beiden grossen Dachorganisationen der Muslime an dieser Kundgebung nicht beteiligen. Eine Demonstration in Bern ist zu diesem Zeitpunkt ein missverständliches Zeichen. Die Promotoren der Demonstration wollen – wie sie selbst bekunden – den Film in erster Linie als Aufhänger benutzen, um vom schweizerischen Gesetzgeber strengere Normen gegen die Herabsetzung von Religionen zu verlangen.

Die Muslime der Schweiz leben in einer pluralistischen Gesellschaft und respektieren deren Gepflogenheiten. Die Islamischen Nationalverbände nehmen nicht teil an der Demonstration weil sie der Ansicht sind, dass es dem islamischen Friedensgebot entspricht, solchen verwerflichen Attacken nicht emotional, sondern mit Besonnenheit, und Entschiedenheit entgegen zu treten.

Die Islamischen Nationalverbände sind der Ansicht, dass eine Verschärfung von Gesetzen unnötig ist. Die schweizerischen Gesetze gewährleisten den Schutz der religiösen Überzeugung und der Kultusfreiheit; auch die Strafnormen von Artikel 261 StGB (Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit) sind ausreichend.

FIDS und KIOS sind der Überzeugung, dass nicht gesetzliche Verbote, sondern primär der konstruktive Dialog in Respekt und Verständnis mit Staat und Gesellschaft die Voraussetzung für die Erhaltung des religiösen und gesellschaftlichen Friedens bildet. *Islamischer Segenswunsch: Friede sei mit ihm.

Islamische Verbände Schweiz
Arbeitsgemeinschaft der FIDS und KIOS

Co – Präsidenten:

Dr. H. Maizar & Dr. F. Afshar

 

Zum Film „Unschuld der Muslime“, in dem der Prophet Muhammad (s.a.w.*) und der Islam allgemein verabscheuend dargestellt werden

Der Prophet Muhammad (s.a.w.*), der als Vorbild der Ethik und Moral für die ganze Menschheit von Allah auserwählt wurde, wird in diesem Amateurfilm auf tiefstem Niveau beleidigt und verleumdet.

Dass dieses Video ausgerechnet am 11. September 2012 gezeigt wurde, stellt eine politische und äusserst bewusste Provokation dar. Zudem zielt er auf Stiftung von Hass und Respektlosigkeit gegen den Propheten Muhammad (s.a.w.*), das höchste Symbol des Islams und der Muslime weltweit.

Es abzutun mit dem Recht auf Meinungsäusserung steht niemals im Verhältnis zum Recht auf Integrität des Propheten des Islams. Wer Probleme mit dem Islam hat, soll sich zuerst gut informieren und danach sachlich und höflich entsprechend dem Ehrencodex der Publikation- und der medialen Kommunikation stellen.

Für uns Muslime ist dieser verleumderische Film ein deutliches Zeichen von Narrenfreiheit, Uferlosigkeit und fehlender Sensibilität. Er ist Hass erfüllt und steht jenseits des Gut und Böse.

Deshalb sind wir Muslime, erzürnt und wütend. Wir verurteilen diesen diffamierenden Film und seine dahinter Stehenden aufs Schärfste. Zugleich bedauern wir allzu sehr die mit dem Film im Zusammenhang stehenden kontraproduktiven Gewaltanwendungen und stellen fest, dass unangebrachte Provokationen absurd sind und viel Unheil mit sich bringen. *s.a.w., Segen ALLAHs auf seinen Propheten wie auch Gesandten Muhammad.

Der Film trifft Muslime im sensibelsten Bereich

Hisham Maizar, warum hat dieser Film in der muslimischen Welt für Krawalle gesorgt?
Der Film trifft die Muslime im sensibelsten Bereich ihrer Religiosität. Er greift mit dem Propheten Mohammed (s.a.w.) die ehrenvollste Leitperson des Islam an und versucht, ihn vulgär zu beleidigen und lächerlich zu machen. Derartige Versuche enden in Krawallen, Hass und Unfrieden.

Laut Regisseur Sam Bacile wurde der Film durch jüdische Spenden finanziert. Können Sie sich deren Motiv erklären?
In allen Religionen gibt es vernünftige Anhänger wie auch hass erfüllte Fanatiker. Solche Aktionen haben das Ziel, Unruhe zu stiften und Hass unter den Menschen und ihren Religionen zu schüren. Dies ist jenseits von Gut und Böse – ob von Juden oder Nichtjuden.

Denken Sie, dass diese Empörung spontan war oder wird sie von extremistischen Kreisen angefacht?
In einem interreligiös von Ignoranz und Hass vergifteten Klima braucht es wenig, bis ein Funke einen grossen Brand entfacht. Hier ist die spontane Empörung nicht weit von deren bewusster extremistischer Manipulation entfernt.

Rechnen Sie damit, dass es nun auch in anderen islamischen Ländern zu Krawallen kommt?
Leider kann ich dies nicht ausschliessen. Fanatiker wie Pastor Terry Jones und seine Gesinnungsgenossen sind so dumm, dass sie einen religiös motivierten Krieg riskieren, um sich selbst zu profilieren und Unheil zu stiften.“Dr. Hisham Maizar ist Präsident der FIDS”. (Quelle 20min)

*Abkürzung s.a.w. bedeutet, Frieden und Segen ALLAHs auf den Propheten Muhammad und wird von den Muslimen ausgesprochen, wenn der Name des Propheten erwähnt wird.

Der Film trifft Muslime im sensibelsten Bereich

Hisham Maizar, warum hat dieser Film in der muslimischen Welt für Krawalle gesorgt?
Der Film trifft die Muslime im sensibelsten Bereich ihrer Religiosität. Er greift mit dem Propheten Mohammed (s.a.w.) die ehrenvollste Leitperson des Islam an und versucht, ihn vulgär zu beleidigen und lächerlich zu machen. Derartige Versuche enden in Krawallen, Hass und Unfrieden.
Laut Regisseur Sam Bacile wurde der Film durch jüdische Spenden finanziert. Können Sie sich deren Motiv erklären?
In allen Religionen gibt es vernünftige Anhänger wie auch hass erfüllte Fanatiker. Solche Aktionen haben das Ziel, Unruhe zu stiften und Hass unter den Menschen und ihren Religionen zu schüren. Dies ist jenseits von Gut und Böse – ob von Juden oder Nichtjuden.
Denken Sie, dass diese Empörung spontan war oder wird sie von extremistischen Kreisen angefacht?
In einem interreligiös von Ignoranz und Hass vergifteten Klima braucht es wenig, bis ein Funke einen grossen Brand entfacht. Hier ist die spontane Empörung nicht weit von deren bewusster extremistischer Manipulation entfernt.
Rechnen Sie damit, dass es nun auch in anderen islamischen Ländern zu Krawallen kommt?
Leider kann ich dies nicht ausschliessen. Fanatiker wie Pastor Terry Jones und seine Gesinnungsgenossen sind so dumm, dass sie einen religiös motivierten Krieg riskieren, um sich selbst zu profilieren und Unheil zu stiften.“Dr. Hisham Maizar ist Präsident der FIDS”. (Quelle 20min)
*Abkürzung s.a.w. bedeutet, Frieden und Segen ALLAHs auf den Propheten Muhammad und wird von den Muslimen ausgesprochen, wenn der Name des Propheten erwähnt wird.