Muslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-Initiative

Für die meisten Muslime in der Schweiz sind Minarette nicht besonders wichtig. Durch die Initiative fühlen sie sich aber in die Islam-Ecke gedrängt und verteidgen ihre Religion – obwohl sie dieser kritisch gegenüber stehen.

«Viele Muslime in der Schweiz sind betroffen und wütend», sagt Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachverbände in der Schweiz (FIDS). Zwar besteht die Anti-Minarett-Initiative nur aus einem einzigen Satz («Der Bau von Minaretten ist verboten»), doch die Kampagne suggeriert, dass mit dem Bau von Minaretten der Weg für Burka und Scharia auf helvetischem Boden geebnet würde.

Dabei sei es den meisten säkularen Muslimen in der Schweiz wohl «egal, ob eine Moschee ein Minarett hat», vermutet Tamer Aboalenin. Als Korrespondent des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera in der Schweiz hört er sowohl die Stimmen der Muslime in der Schweiz als auch jene im arabischen Raum.

Obwohl das Minarett kein Bestandteil des Gebets sei, verletze ein Verbot die Gefühle praktizierender Muslime, sagt Aboalenin – und beschreibt den Effekt wie folgt: «Es ist, wie wenn man zehn Teller im Schrank hat, aber fast nie alle braucht. Sobald jemand kommt und sie einem wegnehmen will, fängt man an, sie zu verteidigen.»

In die Ecke gedrängt
Dieses Phänomen stellt Gülizar Cestan vom Forum für einen fortschrittlichen Islam an sich selber fest. «Ich ertappe mich dabei, dass ich plötzlich für etwas Partei ergreife, hinter dem ich gar nicht hundertprozentig stehe», sagt die in der Türkei geborene Zürcherin. «Man wird in diese Ecke gedrängt.»

Cestan bezeichnet sich als nicht-praktizierende Muslimin. Rund 80 Prozent der hiesigen Muslime üben laut Ausländerkommission ihre Religion pragmatisch aus. Insgesamt leben zwischen 350’000 und 400’000 Musliminnen und Muslime in der Schweiz. Der grösste Teil kommt vom Balkan und aus der Türkei – Staaten also, die einen moderateren Islam pflegen als arabische Länder.

Was geschieht nun mit den moderaten Muslimen, die durch die Initiative und die Burka-Raketen-Plakate auf etwas reduziert werden, mit dem sie sich gar nicht identifizieren? Werden sie am Ende gar radikaler? «Ich glaube nicht, dass es diese Initiative schaffen wird, säkulare Muslime zu radikalisieren», sagt der sogenannt höchste Schweizer Muslim, Hisham Maizar.

Debatte ist erwünscht
Die FIDS würde das auch nicht goutieren. «Wir halten radikale Kräfte in Schach – das liegt in unserem Interesse», sagt er. Durch gute Kontakte zu Vereinen und Zentren suche man das Gespräch mit der Masse, insbesondere auch mit den Jungen. «Äussert einer eine radikale Meinung, wird er zurechtgewiesen», sagt Maizar. Man wolle den Raum für Radikale einengen und sie mit Argumenten überzeugen, ohne sie zu diffamieren.

Sie würden gern einen Dialog führen mit den Schweizern, sagen die erwähnten Musliminnen und Muslime – über Kopftuch und Schwimmunterricht, über Menschenrechte und Scharia.

«Eine Debatte über das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen in der Schweiz ist wichtig», sagt Hisham Maizar. Doch die Minarett-Initiative sei das falsche Mittel: «Sie blockiert den Dialog statt ihn zu fördern.»

Schweizer haben Angst vor Dialog
Das sieht auch die Politikwissenschafterin und Buchautorin Elham Manea so. Unabhängig davon beobachtet sie bei Schweizerinnen und Schweizern eine Angst vor dem Dialog. «Sie haben Angst statt Probleme anzusprechen und klar zu formulieren, dass bestimmte Regeln für alle gelten», sagt die aus dem Jemen stammende Schweizerin.

Dass die von den Initianten geforderte Verfassungspassage dagegen nicht für alle gelten soll, stösst auf wenig Verständnis. Al-Jazeera- Korrespondent Tamer Aboalenin hält es für «besonders stossend» für viele Muslime, dass das Minarett-Verbot nur den Islam betrifft, während es für Buddhisten, Hindus und Anhänger anderer Religionen keine Verbote gibt: «Das ist diskriminierend.» (Quelle sda)

Muslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-InitiativeMuslime äussern sich zur Minarett-Initiative

Für die meisten Muslime in der Schweiz sind Minarette nicht besonders wichtig. Durch die Initiative fühlen sie sich aber in die Islam-Ecke gedrängt und verteidgen ihre Religion – obwohl sie dieser kritisch gegenüber stehen.
«Viele Muslime in der Schweiz sind betroffen und wütend», sagt Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachverbände in der Schweiz (FIDS). Zwar besteht die Anti-Minarett-Initiative nur aus einem einzigen Satz («Der Bau von Minaretten ist verboten»), doch die Kampagne suggeriert, dass mit dem Bau von Minaretten der Weg für Burka und Scharia auf helvetischem Boden geebnet würde.
Dabei sei es den meisten säkularen Muslimen in der Schweiz wohl «egal, ob eine Moschee ein Minarett hat», vermutet Tamer Aboalenin. Als Korrespondent des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera in der Schweiz hört er sowohl die Stimmen der Muslime in der Schweiz als auch jene im arabischen Raum.
Obwohl das Minarett kein Bestandteil des Gebets sei, verletze ein Verbot die Gefühle praktizierender Muslime, sagt Aboalenin – und beschreibt den Effekt wie folgt: «Es ist, wie wenn man zehn Teller im Schrank hat, aber fast nie alle braucht. Sobald jemand kommt und sie einem wegnehmen will, fängt man an, sie zu verteidigen.»
In die Ecke gedrängt
Dieses Phänomen stellt Gülizar Cestan vom Forum für einen fortschrittlichen Islam an sich selber fest. «Ich ertappe mich dabei, dass ich plötzlich für etwas Partei ergreife, hinter dem ich gar nicht hundertprozentig stehe», sagt die in der Türkei geborene Zürcherin. «Man wird in diese Ecke gedrängt.»
Cestan bezeichnet sich als nicht-praktizierende Muslimin. Rund 80 Prozent der hiesigen Muslime üben laut Ausländerkommission ihre Religion pragmatisch aus. Insgesamt leben zwischen 350’000 und 400’000 Musliminnen und Muslime in der Schweiz. Der grösste Teil kommt vom Balkan und aus der Türkei – Staaten also, die einen moderateren Islam pflegen als arabische Länder.
Was geschieht nun mit den moderaten Muslimen, die durch die Initiative und die Burka-Raketen-Plakate auf etwas reduziert werden, mit dem sie sich gar nicht identifizieren? Werden sie am Ende gar radikaler? «Ich glaube nicht, dass es diese Initiative schaffen wird, säkulare Muslime zu radikalisieren», sagt der sogenannt höchste Schweizer Muslim, Hisham Maizar.
Debatte ist erwünscht
Die FIDS würde das auch nicht goutieren. «Wir halten radikale Kräfte in Schach – das liegt in unserem Interesse», sagt er. Durch gute Kontakte zu Vereinen und Zentren suche man das Gespräch mit der Masse, insbesondere auch mit den Jungen. «Äussert einer eine radikale Meinung, wird er zurechtgewiesen», sagt Maizar. Man wolle den Raum für Radikale einengen und sie mit Argumenten überzeugen, ohne sie zu diffamieren.
Sie würden gern einen Dialog führen mit den Schweizern, sagen die erwähnten Musliminnen und Muslime – über Kopftuch und Schwimmunterricht, über Menschenrechte und Scharia.
«Eine Debatte über das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen in der Schweiz ist wichtig», sagt Hisham Maizar. Doch die Minarett-Initiative sei das falsche Mittel: «Sie blockiert den Dialog statt ihn zu fördern.»
Schweizer haben Angst vor Dialog
Das sieht auch die Politikwissenschafterin und Buchautorin Elham Manea so. Unabhängig davon beobachtet sie bei Schweizerinnen und Schweizern eine Angst vor dem Dialog. «Sie haben Angst statt Probleme anzusprechen und klar zu formulieren, dass bestimmte Regeln für alle gelten», sagt die aus dem Jemen stammende Schweizerin.
Dass die von den Initianten geforderte Verfassungspassage dagegen nicht für alle gelten soll, stösst auf wenig Verständnis. Al-Jazeera- Korrespondent Tamer Aboalenin hält es für «besonders stossend» für viele Muslime, dass das Minarett-Verbot nur den Islam betrifft, während es für Buddhisten, Hindus und Anhänger anderer Religionen keine Verbote gibt: «Das ist diskriminierend.» (Quelle sda)

Es geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des Islams

Die Anti-Minarett-Initiative wolle die Moslems an den Rand der Gesellschaft drängen, sagt der Thurgauer Arzt Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dachverbände der Schweiz. Das SVP-Plakat schüre Hass.

In der Schweiz wird heftig über das Anti-Minarett-Plakat der SVP diskutiert. Was sagen Sie als Schweizer Muslim?
Hisham Maizar: Als Muslim fühle ich mich provoziert. Das Plakat verrät drei Aspekte: das wahre Gesicht der Initianten, die wahre Absicht der Initianten und ihr Unvermögen, mit Worten sachlich zu argumentieren.

Was erkennen Sie denn als wahre Absicht der Initianten?
Die Initianten führen eine Art Stellvertreterdebatte. Sie lancieren eine Initiative gegen Minarette. Aber es geht ihnen um die Eindämmung des Islams. Sie warnen immer wieder vor einer schleichenden Islamisierung. In Wahrheit wollen die Initianten die Entfaltung der religiösen Freiheit der Moslems beschneiden. Sie wollen sie an den Rand der Gesellschaft drängen. Dieses Abseitsstehen wollen wir Schweizer Moslems aber gerade beenden. Wir wollen uns transparent zeigen.

Die nichtmoslemische Mehrheit soll also sehen, was die Moslems machen.
Genau das. Nur so kann man den gesellschaftlichen und interreligiösen Frieden aufrecht erhalten.

Tatsache ist aber, dass die Angst vor islamischem Extremismus verbreitet ist. Haben Sie Verständnis dafür?
Glauben Sie, dass nur Nicht-Moslems Angst vor Extremisten und Terroristen haben? Wir Muslime fürchten uns genauso vor Terroristen. Wir sitzen diesbezüglich im selben Boot. Wir nehmen die Ängste ernst. Wir wehren uns aber dagegen, an den Terroristen gemessen zu werden, weil wir keine sind.

Zurück zum SVP-Plakat: Was finden Sie eigentlich schlimm daran? Es zeigt nur Minarette auf einer Schweizer Karte und eine Frau in der Burka.
Über lustige Plakate lacht man. Über informative Plakate denkt man nach. Aber derartige Plakate schüren Hass und führen zu einer Polarisierung, weil sie nicht wahrheitsgemäss informieren. Sie suggerieren, dass alle muslimischen Frauen in der Burka herumlaufen. Im Ernst: Wann haben Sie das letzte Mal hier in der Schweiz eine Frau in der Burka gesehen?

Einige Städte haben es verboten, dieses Plakat aufzuhängen. Ist das richtig?
Die Städte, die es verboten haben, haben ihre Argumente. Die Städte, die es erlauben, haben eine andere Abwägung gemacht. Vor beiden Seiten habe ich eine hohe Achtung.

Also ist die Auseinandersetzung mit dem Plakat auch in Ihrem Sinn?
Insofern, als dass derartig diskriminierende Plakate Gelegenheit geben, über die Absichten der Initianten nachzudenken.

Die Befürworter der Anti-Minarett-Initiative sagen, Minarette verkörperten einen islamischen Herrschaftsanspruch. Wieso wollen Sie Minarette bauen?
Die Moslems, die ihre Rituale und Gebete verrichten, identifizieren sich selbstverständlich mit den Symbolen des Islams. Was für einen Christen der Kirchturm ist, ist für den Muslim das Minarett. Seine Funktion besteht darin, darauf hinzuweisen, dass gerade in diesem Gebäude die Möglichkeit zur Absolvierung eines Gottesdienstes gegeben ist. Der Besuch des Freitagsgottesdienstes ist im Islam für die Männer obligatorisch und hat einen hohen Stellenwert.

Hat sich das Klima in der Schweiz gegenüber den Moslems verschlechtert?
Die Mehrheit hat sich in ihrem Verhalten nicht geändert. Sie sieht, dass derartige Kampagnen übertrieben sind. Wir spüren aber, dass eine kleine Gruppe aggressiver geworden ist.

Wie spüren Sie diese Aggressivität? In Worten oder in Taten?
In Worten. Da braucht man nur die einschlägigen Internet-Bloggs anzuschauen. Und SVP-Nationalrat Oskar Freysinger zieht öffentlich eine Parallele zwischen dem Islam und dem Nationalsozialismus. Das ist eine schwere Entgleisung eines Politikers.

Die Gegner eines Minarett-Verbots warnen davor, dass sich das Image der Schweiz in der islamischen Welt verschlechtern könnte. Würden diese Länder wirklich negativ auf ein Minarett-Verbot reagieren?
Nein. Die Aussage ist folgende: Die Schweiz geniesst in den muslimischen Ländern einen sehr guten Ruf. Auf Unverständnis stösst dort aber, dass ausgerechnet in einem Land, das der Demokratie und den Freiheitsrechten einen so hohen Stellenwert einräumt, eine islamfeindliche Strömung hervortritt.

In einigen islamischen Ländern sind nicht einmal Kirchen erlaubt. Kritik am Verbot von Minaretten erscheint da fehl am Platz.
Ein Unrecht in einem anderen Land beantwortet man in der Schweiz nicht mit dem gleichen Unrecht. In der Schweiz ist man stolz, das Recht als Vorbild zu präsentieren.
(Quelle:ThurgauerZeitung)

Es geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des IslamsEs geht ihnen um die Eindämmung des Islams

Die Anti-Minarett-Initiative wolle die Moslems an den Rand der Gesellschaft drängen, sagt der Thurgauer Arzt Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dachverbände der Schweiz. Das SVP-Plakat schüre Hass.
In der Schweiz wird heftig über das Anti-Minarett-Plakat der SVP diskutiert. Was sagen Sie als Schweizer Muslim?
Hisham Maizar: Als Muslim fühle ich mich provoziert. Das Plakat verrät drei Aspekte: das wahre Gesicht der Initianten, die wahre Absicht der Initianten und ihr Unvermögen, mit Worten sachlich zu argumentieren.
Was erkennen Sie denn als wahre Absicht der Initianten?
Die Initianten führen eine Art Stellvertreterdebatte. Sie lancieren eine Initiative gegen Minarette. Aber es geht ihnen um die Eindämmung des Islams. Sie warnen immer wieder vor einer schleichenden Islamisierung. In Wahrheit wollen die Initianten die Entfaltung der religiösen Freiheit der Moslems beschneiden. Sie wollen sie an den Rand der Gesellschaft drängen. Dieses Abseitsstehen wollen wir Schweizer Moslems aber gerade beenden. Wir wollen uns transparent zeigen.
Die nichtmoslemische Mehrheit soll also sehen, was die Moslems machen.
Genau das. Nur so kann man den gesellschaftlichen und interreligiösen Frieden aufrecht erhalten.
Tatsache ist aber, dass die Angst vor islamischem Extremismus verbreitet ist. Haben Sie Verständnis dafür?
Glauben Sie, dass nur Nicht-Moslems Angst vor Extremisten und Terroristen haben? Wir Muslime fürchten uns genauso vor Terroristen. Wir sitzen diesbezüglich im selben Boot. Wir nehmen die Ängste ernst. Wir wehren uns aber dagegen, an den Terroristen gemessen zu werden, weil wir keine sind.
Zurück zum SVP-Plakat: Was finden Sie eigentlich schlimm daran? Es zeigt nur Minarette auf einer Schweizer Karte und eine Frau in der Burka.
Über lustige Plakate lacht man. Über informative Plakate denkt man nach. Aber derartige Plakate schüren Hass und führen zu einer Polarisierung, weil sie nicht wahrheitsgemäss informieren. Sie suggerieren, dass alle muslimischen Frauen in der Burka herumlaufen. Im Ernst: Wann haben Sie das letzte Mal hier in der Schweiz eine Frau in der Burka gesehen?
Einige Städte haben es verboten, dieses Plakat aufzuhängen. Ist das richtig?
Die Städte, die es verboten haben, haben ihre Argumente. Die Städte, die es erlauben, haben eine andere Abwägung gemacht. Vor beiden Seiten habe ich eine hohe Achtung.
Also ist die Auseinandersetzung mit dem Plakat auch in Ihrem Sinn?
Insofern, als dass derartig diskriminierende Plakate Gelegenheit geben, über die Absichten der Initianten nachzudenken.
Die Befürworter der Anti-Minarett-Initiative sagen, Minarette verkörperten einen islamischen Herrschaftsanspruch. Wieso wollen Sie Minarette bauen?
Die Moslems, die ihre Rituale und Gebete verrichten, identifizieren sich selbstverständlich mit den Symbolen des Islams. Was für einen Christen der Kirchturm ist, ist für den Muslim das Minarett. Seine Funktion besteht darin, darauf hinzuweisen, dass gerade in diesem Gebäude die Möglichkeit zur Absolvierung eines Gottesdienstes gegeben ist. Der Besuch des Freitagsgottesdienstes ist im Islam für die Männer obligatorisch und hat einen hohen Stellenwert.
Hat sich das Klima in der Schweiz gegenüber den Moslems verschlechtert?
Die Mehrheit hat sich in ihrem Verhalten nicht geändert. Sie sieht, dass derartige Kampagnen übertrieben sind. Wir spüren aber, dass eine kleine Gruppe aggressiver geworden ist.
Wie spüren Sie diese Aggressivität? In Worten oder in Taten?
In Worten. Da braucht man nur die einschlägigen Internet-Bloggs anzuschauen. Und SVP-Nationalrat Oskar Freysinger zieht öffentlich eine Parallele zwischen dem Islam und dem Nationalsozialismus. Das ist eine schwere Entgleisung eines Politikers.
Die Gegner eines Minarett-Verbots warnen davor, dass sich das Image der Schweiz in der islamischen Welt verschlechtern könnte. Würden diese Länder wirklich negativ auf ein Minarett-Verbot reagieren?
Nein. Die Aussage ist folgende: Die Schweiz geniesst in den muslimischen Ländern einen sehr guten Ruf. Auf Unverständnis stösst dort aber, dass ausgerechnet in einem Land, das der Demokratie und den Freiheitsrechten einen so hohen Stellenwert einräumt, eine islamfeindliche Strömung hervortritt.
In einigen islamischen Ländern sind nicht einmal Kirchen erlaubt. Kritik am Verbot von Minaretten erscheint da fehl am Platz.
Ein Unrecht in einem anderen Land beantwortet man in der Schweiz nicht mit dem gleichen Unrecht. In der Schweiz ist man stolz, das Recht als Vorbild zu präsentieren.
(Quelle:ThurgauerZeitung)

Das Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an Nazipropaganda

Zur grossen Empörung der Urheber hat Basel-Stadt das Anti-Minarett-Plakat verboten. Hisham Maizar, Präsident der Islamischen Dachorganisationen in der Schweiz, erklärt im Interview, weshalb er den Basler Entscheid begrüsst – und warum die Muslime in der Propaganda-Schlacht nicht zurückschlagen.

Basel hat das Abstimmungsplakat der Minarett-Gegner verboten. Ein richtiger Entscheid? Hisham Maizar: Das Plakat ist ganz eindeutig diskriminierend und rassistisch. Es wurde zu Recht verboten. Das Plakat prangert eine ganze Bevölkerungsgruppe nur aufgrund ihrer Religion an und schürt Hass und Ängste gegen sie. Dieses Vorgehen erinnert wohl nicht nur mich, sondern zahlreiche Muslime an die Nazi-Proganda vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Komitee der Anti-Minarett-Initiative macht mit den Muslimen derzeit dasselbe, was damals mit den Juden gemacht wurde. Auch wir werden diskriminiert und ausgegrenzt. Es ist allseits bekannt, wie es damals endete: Die Juden wurden markiert, angegriffen und letztlich Opfer eines grausamen Verbrechens.

Die Urheber der Plakate nennen das Verbot eine Kapitulation vor dem Islam und ein Verweigerung der Meinungsfreiheit. Freiheit ist im Leben nie unbegrenzt: Sie hört dort auf, wo die Freiheit des Nächsten anfängt. Schlüer und Co. sind mit ihrer Argumentation scheinheilig. Sie verstecken sich hinter der Meinungsfreiheit, trampeln aber gleichzeitig auf der Religionsfreiheit herum. Man kann doch nicht sagen, eine Freiheit ist gut und eine andere schlecht.

Die Stadt St. Gallen hat das Plakat bereits erlaubt. Werden Sie juristisch gegen das Sujet vorgehen? Im Moment warten wir noch den Entscheid der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus ab. Wir sind aber zuversichtlich, dass die anderen Städte sich am Basler Entscheid orientieren und das Plakat verbieten.

Wird es eine muslimische Gegenkampagne geben? Nein, wir werden bestimmt keine Gegenkampagne lancieren. Wir haben uns bewusst zurückgehalten aus der emotionalen Schlammschlacht der Befürworter der Initiative. Wir haben unsere Bemühungen auf einer anderen Ebene gebündelt – auf einer sachlichen und argumentativen. Wir besuchen Podiumssiskussionen, halten Referate, führen Tagungen zum Thema Islam durch und suchen das Gespräch mit allen Interessierten.

Die Gegner wird es freuen. Die breite Masse ereichen Sie auf diese Weise kaum. Unsere bisherige Strategie ist nur vernünftig. Eine Gegenkampagne würde nur den Gegnern und ihrer Schlammschlacht helfen. Wir werden uns im Abstimmungskampf zu Wort melden, aber argumentativ und sachlich. Der Zeitpunkt ist aber noch nicht reif, unsere genauen Pläne offenzulegen. Unsere bisherige Zurückhaltung darf nicht mit Passivität oder Gleichgültigkeit verwechselt werden. (Quelle 20min.ch)

 

Das Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an NazipropagandaDas Vorgehen erinnert an Nazipropaganda

Zur grossen Empörung der Urheber hat Basel-Stadt das Anti-Minarett-Plakat verboten. Hisham Maizar, Präsident der Islamischen Dachorganisationen in der Schweiz, erklärt im Interview, weshalb er den Basler Entscheid begrüsst – und warum die Muslime in der Propaganda-Schlacht nicht zurückschlagen.
Basel hat das Abstimmungsplakat der Minarett-Gegner verboten. Ein richtiger Entscheid? Hisham Maizar: Das Plakat ist ganz eindeutig diskriminierend und rassistisch. Es wurde zu Recht verboten. Das Plakat prangert eine ganze Bevölkerungsgruppe nur aufgrund ihrer Religion an und schürt Hass und Ängste gegen sie. Dieses Vorgehen erinnert wohl nicht nur mich, sondern zahlreiche Muslime an die Nazi-Proganda vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Komitee der Anti-Minarett-Initiative macht mit den Muslimen derzeit dasselbe, was damals mit den Juden gemacht wurde. Auch wir werden diskriminiert und ausgegrenzt. Es ist allseits bekannt, wie es damals endete: Die Juden wurden markiert, angegriffen und letztlich Opfer eines grausamen Verbrechens.
Die Urheber der Plakate nennen das Verbot eine Kapitulation vor dem Islam und ein Verweigerung der Meinungsfreiheit. Freiheit ist im Leben nie unbegrenzt: Sie hört dort auf, wo die Freiheit des Nächsten anfängt. Schlüer und Co. sind mit ihrer Argumentation scheinheilig. Sie verstecken sich hinter der Meinungsfreiheit, trampeln aber gleichzeitig auf der Religionsfreiheit herum. Man kann doch nicht sagen, eine Freiheit ist gut und eine andere schlecht.
Die Stadt St. Gallen hat das Plakat bereits erlaubt. Werden Sie juristisch gegen das Sujet vorgehen? Im Moment warten wir noch den Entscheid der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus ab. Wir sind aber zuversichtlich, dass die anderen Städte sich am Basler Entscheid orientieren und das Plakat verbieten.
Wird es eine muslimische Gegenkampagne geben? Nein, wir werden bestimmt keine Gegenkampagne lancieren. Wir haben uns bewusst zurückgehalten aus der emotionalen Schlammschlacht der Befürworter der Initiative. Wir haben unsere Bemühungen auf einer anderen Ebene gebündelt – auf einer sachlichen und argumentativen. Wir besuchen Podiumssiskussionen, halten Referate, führen Tagungen zum Thema Islam durch und suchen das Gespräch mit allen Interessierten.
Die Gegner wird es freuen. Die breite Masse ereichen Sie auf diese Weise kaum. Unsere bisherige Strategie ist nur vernünftig. Eine Gegenkampagne würde nur den Gegnern und ihrer Schlammschlacht helfen. Wir werden uns im Abstimmungskampf zu Wort melden, aber argumentativ und sachlich. Der Zeitpunkt ist aber noch nicht reif, unsere genauen Pläne offenzulegen. Unsere bisherige Zurückhaltung darf nicht mit Passivität oder Gleichgültigkeit verwechselt werden. (Quelle 20min.ch)